Aktivitäten - Schwerpunkte - Spezialisierung

Der untenstehende Text entstand ursprünglich anlässlich einer Kurz-Präsentation im Frühjahr 2018.

Er wurde im Januar 2021 auf die Gegebenheiten der UG-Gründung seit Mitte 2019 angepasst und um zwei Absätze über neue Erfahrungen seither erweitert.

Kurzfassung - Inhaltsangabe - Abstract:

Der Begriff "Logistik", bislang häufig nur mit Güterverkehr, Transport und Lagerung assoziiert, erfährt heutzutage Begriffserweiterungen im Bereich der Wirtschaft, Industrie und vor allem im Anlagenbau und bei Instandhaltung und Qualitätsmanagement. Hier treten die neuen Teilbegriffe "Prozesslogistik" und "Informationslogistik" hinzu.

Das Unternehmen "Friederich Logistik UG (hb)" verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in diesen Bereichen im industriellen Anlagenbau. Erfahrungen in Planung und Begutachtung, Projektmanagement, Vertrieb und Projektberatung sowie Konstruktion liegen vor. Seit nahezu 2 Jahrzehnten werden die Leistungen als selbständiger Ingenieur und zuletzt auch im Rahmen der 2019 gegründeten UG erbracht. Erfahrungen im internationalen Projektgeschäft und auch die Erfahrungen bei Gründung und Führung eines Ingenieurbüro im benachbarten Ausland sind weitere Ressourcen.

Die Konzentration liegt heutzutage auf der Dokumentationen von Projekt-Ausgangssituationen - das heißt im Anlagenbau auf der sogenannten "As-built Dokumentation".

Und hier wiederum in der Erstellung sogenannter "Rohrleitungs- und Instrumentierungs-Schemata, Prozess-Schameta und Blockschaubilder", die zur Beurteilung der Funktionsweise und in manchen Fällen auch zur Sicherheit der Anlagen dienen.

Der nachfolgende Text erläutert die Zusammenhänge und Hintergründe weiter.

Die genannten Schemata werden in einer eigenen Unterseite dieser Web-Präsenz vorgestellt.


Viele kennen den Begriff "Logistik" hauptsächlich von den Beschriftungen der LKWs, welche auf der Straße vor ihnen herfahren. Dort beschreibt dieser Begriff Vorgänge des Material- oder Produkte-Lagerns, Kommissionierens, Verpackens und Transportierens. Oft geht diese Aufgabenstellung auch mit der Anforderung "just-in-time" einher, was unterstreichen soll, daß Lagerhaltung minimiert werden soll, Liefertermine strikt einzuhalten sind, alle Teile und Vorgänge direkt in einander greifen und zu einander passen müssen, und daß vor allem Kosten und Zeitaufwand zu minimieren sind. Oft kommen noch äußere Vorgaben dazu, man denke an die Begrenzung der Lenkzeiten von LKW-Fahrern, an Sonn- und Feiertage, Wetterlagen und vieles andere mehr.

Logistik an und für sich ist aber weitaus mehr. Der Begriff hat historische Wurzeln bis zurück ins Altertum, teilweise auch im Bereich der Kriegsführung. Der Begriff erfährt auch in der Neuzeit eine Erweiterung und Ergänzung.

Zunehmend setzt sich der Begriff auch im industriellen Anlagenbau durch. Nämlich wenn es um die Planung von Bauprojekten geht (Beispiel Baulogistik) oder um den Informationsfluss bei der Abwicklung von Projekten und Vorhaben (Informationslogistik).Man vergleiche auch den Begriff "Projektmanagement", der sich auf die aktuelle Umsetzung von Einzelprojekten bezieht, nicht auf "das ganze Unternehmen". Hinzu kommen neuerdings Aufgabenbereiche und Funktionalitäten wie "Prozesslogistik" und "Produktionslogistik".

"Friederich Logistik UG (hb)" versteht den Begriff "Logistik" als die Aufgabenstellung, die jeweiligen Vorhaben so zu planen und umzusetzen, dass die Aufgaben innerhalb der vorgegebenen Grenzen, was Termine, Geldressourcen, Vorschriften und technischen insbesondere verfahrenstechnischen Randbedingungen erledigt werden können. Neben technischen Vorgaben sind auch betriebswirtschaftliche zu erfüllen. Ein wichtiger Effekt soll vor allem die Schaffung von Grundlagen sein, die nicht nur der aktuellen Aufgabenstellung dienen, sondern dem auftraggebvenden Unternehmen auch Tools und Arbeitsweisen an die Hand geben für weitere betriebliche Aufgaben.

Dreh- und Angelpunkt einer jeden Planung ist die Ausgangslage. Ist es die so genannte "grüne Wiese" oder geht es um Anlagenbau "im Bestand". Und ist dieser "Bestand" überhaupt ausreichend definiert und bekannt ?

Bei bestehenden technischen Anlagen die neu dokumentiert werden müssen, sei es weil ursprüngliche technische Dokumente nie vorhanden waren oder nicht mehr vorhanden sind, oder weil nicht dokumentierte Veränderungen an der Anlage durchgeführt worden sind, ist eine Neuaufnahme erforderlich. Eine sogenannte "As-built-Dokumentation", das heißt "so wie tatsächlich vorhanden". Weitere Gründe für eine As-built-Dokumentation können "Instandhaltungsaufgaben" und "Qualitäts-Sicherung" sein.

Hier leistet das Unternehmen "Friederich Logistik UG (hb)" wertvolle Arbeit.

Durch jahrzehntelange Tätigkeit verfügt die UG (auch durch ihre Vorläufer) über Kenntnisse von "As-built-Dokumentationen" in allen möglichen Branchen und Anwendungsgebieten. In den letzten anderthalb Jahrzehnten überwogen die Aufgabenstellungen in den Branchen Chemie, Prozess-und Verfahrenstechnik, Pharma, konventionelle und regenerative Energietechnik, Oberflächentechnik und Recycling, sowie Umwelttechnik vor allem im Bereich Abluftreinigung und Wasser-bzw Abwasseraufbereitung. Eine Vielzahl wichtiger Projekte und Branchen finden sich auf den Unterseiten "Berufserfahrungen" und "Projekte" (dort zum Teil auch mit anschaulichen Bildern und Zeichnungen).

Oft waren es sogenannte R&I-Schemata (siehe betreffende Unterseite dieser Web-Präsenz), aber auch Anlagenlayouts, Rohrleitungstrassierungen und teilweise auch 3D-Modelle und ebenso umfangreiche Tabellen und Informationsauswertungen in Textform, anhand welcher für den Betreiber, sei es die Instandhaltungsabteilung, das Management, die Engineeringabteilung, die Automatisierungsabteilung, häufig aber auch für die Genehmigungsbehörde oder auch für einen externen technischen Gutachter (TÜV, DEKRA u.a.) die benötigten Daten geliefert wurden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei solchen Aufgaben stets auf den sogenannten Rohrleitungs- und Instrumentierungs-Schemata (R&I oder auf Englisch PID genannt) wie auch auf den Prozess-Schemata und auf Blockschaubildern. Anhand von diesen kann der erfahrene Betrachter beurteilen, wie die Anlage grundsätzlich aufgebaut ist, wie sie funktioniert, welche Stoff- und Energieströme vorhanden sind, welche Gefährdungen grundsätzlich zu berücksichtigen sind und wo sich Verbesserungspotentiale bieten. Hierzu werden auf der entsprechenden Unterseite weitere und genauere Informationen und Beispiele gegeben.

Friederich Logistik UG (hb) hat selbst bzw in Form der Vorgängerunternehmen in den letzten Jahren R&I-Schemata in einer Größenordnung von mehreren hundert Stück entweder von Papier zu EDV digitalisiert, oder selbst neu erstellt. Häufig folgten nach der anfänglichen Digitalisierung übervoller und unüberschaubarer Schematazeichnungen auch ein "Entwirren", ein Gliedern, Aufspalten in Funktionen oder Teilprozesse oder Anlagenteilen, ein Überprüfen der Plausabilität, ein Abgleich mit dem realen Zustand vor Ort in der Anlage, ein Aufbereiten für Audits, Neubau- oder Umbauplanungen, Erstellung von Betriebshandbüchern oder auch Service- und Instandhaltungsunterlagen. Das normgerechte Zeichnen in CAD ist zwar das grundlegende Handwerkszeug, aber nicht die eigentliche Herausforderung.

Ingenieurwissen, spezielle verfahrenstechnische Kenntnisse und vor allem einschlägige Erfahrungen machen den Unterschied. Dazu die vorhandene Routine und die Bereitschaft, in Ortsbegehungen und in Besprechungen mit dem Anlagenbediener oder Instandhaltungsmonteur heraus zu finden, was sich hinter den oft rostigen und unbeschrifteten Armaturengehäusen tatsächlich verbirgt, in welche Fliessrichtung sich eine Flüssigkeit oder ein Gas in einer unscheinbaren alten Rohrleitung einer Anlage bewegt, bei welchen Parametern eine Armatur anspricht, was in der Anlage tatsächlich hergestellt wird wenn lediglich betriebsintern bekannte und wirklich nicht normgerechte Begriffe für Stoffe und Vorgänge Verwendung finden. Wenn bei Altanlagen die Typenschilder der Apparate unleserlich sind und Dokumentationen den ursprünglichen Planungsstand widergeben, noch nicht einmal aber die Anlage so beschreiben, wie sie wenigstens bei Inbetriebnahme vermutlich war. Oftmals genügte es vor vielen Jahren zu dokumentieren, dass die Anlage funktioniert, nicht aber "wie". Der Lieferant der Anlage bzw. das oftmals externe Engineering-Büro hatte den Job gemacht - das Know How ging häufig nicht an den Anlagenbetreiber über. Und die zur Anlage gehörende Dokumentation wurde oft aus kostengründen "vergessen" oder blieb im Alltagsstress unbeachtet und ungeprüft.

Die Vorgehensweise heute zum Beheben dieser Defizite ist in der Regel rekursiv. Nach mehreren Überarbeitungsdurchgängen lernen manche Kunden ihre eigenen Anlagen überhaupt erst einmal richtig kennen. Und der Bearbeiter versteht oft auch nicht sofort, was er da eigentlich an Anlage vor sich hat.

Selbst bei manchen Neuanlagen, wo die Komponenten oft sogar vorbildlich beschriftet und übersichtlich angeordnet sind, kam es schon vor, dass jegliches Schema fehlte. Und dass einzig der Anlagenfahrer eine wirkliche Ahnung hatte, wie die Anlage funktionierte. Dieses Wissen aber nicht einem externen Dritten präzise vermitteln konnte.

In einem außergewöhnlichen Fall war der Anlagenfahrer zugleich der ehemalige Konstrukteur mit entsprechendem Expertenwissen, seine eigene Anlage betreffend. Und die Firmenleitung erkannte gerade noch rechtzeitig vor Rentenbeginn, wie wichtig das Know How dieses Mannes war. Er alleine im ganzen Unternehmen kannte die Anlage bis ins kleinste Detail - nach seinem Weggang wäre das Know How verloren gewesen. Rechtzeitig hat Friederich Logistik UG (hb) noch die Dokumentation in einem "as-built-PID" erstellt - so einige Interviews und Besprechungen waren erforderlich.

Prozessleitsysteme und Automatisierungen: Oft unumgänglich, oft hocheffizient und wirkungsvoll. Und die Dokumentation zwar "gut", aber eben nicht in der Sprache der Verfahrensingenieure vorhanden. Stattdessen dienen hier Schaubilder auf den Displays der Schaltwarten für das hinreichende Bedienen der Anlagen. Scheinbar ist alles perfekt - und die Software macht ja den Rest. Die MSR-Abteilungen haben alles, was sie für ihre Arbeit benötigen. Jeder Elektriker und Mechatroniker kann mit den Dokumenten umgehen - jeder Programmierer ist in der Lage, die Software anzupassen und Änderungen einzupflegen.

Der rein mechanisch geprägte Anlagenbau-Ingenieur hat zwar einen gewissen Background für chemisch-verfahrentstechnische Prozesse, benötigt aber weitaus mehr für seine Aufgabe.

Nach der Vielzahl der Unternehmensaufteilungen und Verkäufen der letzten Jahrzehnte verwundert es nicht, dass man heutzutage Firmen antreffen kann, die zwar zu einem gemeinsamen Konzern gehören; die aber an Standorten in manches mal sogar weltweit unterschiedlichen Ländern sind. Und die keinerlei Technologie-Austausch untereinander pflegen. In einigen Fällen kennen die Techniker an dem einen Standort ihre Pendants am Schwester-Standort nicht einmal namentlich, geschweige denn haben sie jemals miteinander telefoniert oder eine Email ausgetauscht.

Jeder entwickelt sein eigenes Know How, jeder löst seine eigenen Aufgaben. Ein gemeinsames Know How gibt es nicht. Eine gemeinsame Norm oder technische Sprache, also ein Konzernstandart ebensowenig. Und diejenigen, welche diese Kenntnisse hatten, sind längst aus Altersgründen oder anderen Gründen ausgeschieden.

Das geht nur solange gut, bis eine Anlage neu zertifiziert werden soll, umgebaut oder ertüchtigt werden soll oder bis eine Behörde oder auch die konzerninterne Sicherheitsbateilung Dokumente über sicherheitsrelevante Vorgänge und Komponenten fordert. Das dann natürlich unter Zeitdruck, sonst drohen wirtschaftliche Verluste oder im schlimmsten Fall zwangsweise Anlagenstilllegung.

Das sind manches Mal die Momente, in welchen uns ein Auftrag unter hohem Zeitdruck erteilt wird. Angenehmer wäre es, eher mit der Bearbeitung anzufangen und von Anfang an alles gleich richtig zu machen, anstatt nur "schnelle und ausreichende Ergebnisse" zu liefern. Solche Bearbeitungen zuerst "quick an dirty" durchzuführen - und anschliessend noch einmal "präszise und ingenieurmäßig korrekt" vergeudet Ressourcen. Und auch dies versteht man eigentlich auch unter Logistik ! "Just in time" bedeutet manches mal einfach nur, rechtzeitig los zu fahren.

In manchen Fällen erfolgte in unserer Arbeit auch ein Re-Engineering oder aber gar ein sogenanntes Reverse-Engineering, also eine prozesstechnische oder auch konstruktionstechnische Rückwärts-Entwicklung, um überhaupt einmal den vorliegenden Prozess, der in manchen Fällen nur mangelhaft beschrieben war, vollständig zu verstehen und beschreiben zu können. In einem Falle konnte ein wichtiges Aggregat, für welches Neubestellungen eines weiteren Endkunden vorlagen, anhand zerstreuter Skizzen und Fragmente wieder re-konstruiert werden, um ganz neue Unterlagen für die Fertigung herzustellen. Hier handelte es sich um Maschinenbau, um eine 3D-Konstruktionsaufgabe. Unser Kunde war in diesem FAlle ein internationaler Konzern, der einige Standorte in Deutschland übernommen hatte. Diese waren von Sanierern "aufgeräumt" und restrukturiert worden. Das versickernde Know How hatten die Sanierer nicht berücksichtigt.

Dasselbe auch für eine komplette Anlage der Kunststofftechnik, wo aus einigen Bleistiftskizzen eines in Rente befindlichen Mitarbeiters letztendlich der Ablaufplan eines mehrstöckigen Mischerhauses re-engineered wurde. Aufgeteilt in "trockene Prozesse" (also Kunststoffpulver und -granulate) und in "nasse Prozesse", also Lösungsmittel und andere Zusätze. Woraufhin ein zweites solches Mischerhaus nahezu baugleich für eine weitere solche Fertigungslinie gebaut werden konnte.

Bei all diesen Arbeiten entstand in den Jahren im eigenen Unternehmen ein umfangreiches Know-How, welches branchenübergreifend ist und in seinen Grundlagen immer wieder neuen Kunden zur Verfügung steht.

Auf den verschiedenen Unterseiten dieser Webpräsenz werden einige interessante und anschauliche Einzel-Projekte vorgestellt. Einige einzigartige bzw historisch bedeutsame sind dabei.

Mehr über die Spezialisierung "R&I-Schemata finden Sie auf der entsprechenden Unterseite.


Datum der letzten Aktualisierung: 23.Januar 2021



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